Anhängelast Rechner – Wohnwagen-Gespann prüfen
Zugfahrzeug- und Wohnwagen-Daten eintragen und sofort sehen, ob das Gespann zulässig ist – inkl. Stützlast-Check und Führerschein-Hinweis.
🚗 Anhängelast & Gespann Rechner
Passt dein Wohnwagen zum Zugfahrzeug? Prüfe Anhängelast, Gesamtgewicht der Kombination und Stützlast auf einen Blick.
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Anhängelast, Stützlast, Gesamtmasse – die drei Grenzwerte im Überblick
Ein Gespann aus Zugfahrzeug und Wohnwagen ist nur zulässig, wenn drei Werte gleichzeitig eingehalten werden:
- Anhängelast (Feld O.1): Das maximale Gewicht, das das Zugfahrzeug ziehen darf. Der Wohnwagen darf beladen nicht schwerer sein.
- Zulässige Gesamtmasse der Kombination (Feld O): Zugfahrzeug + Wohnwagen zusammen dürfen diesen Wert nicht überschreiten – er ist oft niedriger als die reine Summe aus beiden Einzelwerten.
- Stützlast: Das Gewicht, das der Wohnwagen auf die Anhängerkupplung drückt. Muss innerhalb der zulässigen Kupplungslast liegen und idealerweise 4–7 % des Wohnwagen-Gewichts betragen.
Alle drei Werte stehen im Fahrzeugschein (Zulassungsbescheinigung Teil I) des Zugfahrzeugs. Wer nur die Anhängelast prüft und die Kombi-Gesamtmasse ignoriert, überschreitet in der Praxis häufig unbemerkt einen Grenzwert.
Führerschein fürs Gespann – B, B96 oder BE?
- Klasse B: Reicht, wenn die Gesamtmasse der Kombination (Zugfahrzeug + Wohnwagen, beide beladen) 3.500 kg nicht übersteigt.
- Schlüsselzahl B96: Zusatzqualifikation zu Klasse B, erweitert die zulässige Kombi-Gesamtmasse auf bis zu 4.250 kg. Erfordert nur eine praktische Schulung (ca. 90 Minuten), keine theoretische oder praktische Prüfung.
- Klasse BE: Nötig, sobald die Kombination über 4.250 kg liegt (bis in der Regel 7 t). Erfordert eine vollständige Führerscheinprüfung mit Anhänger.
Wichtig: Die Regel bezieht sich auf die zulässige Gesamtmasse laut Fahrzeugschein, nicht auf das tatsächliche Gewicht bei der Fahrt. Wer mit B96 unterwegs ist, aber ein Zugfahrzeug mit einer zulässigen Kombi-Gesamtmasse über 4.250 kg fährt, braucht trotzdem BE.
Gut zu wissen
- Stützlast richtig einstellen: Zu wenig Stützlast (unter 4 %) macht das Gespann instabil und schlingeranfällig bei Seitenwind oder beim Überholen von Lkw. Zu viel Stützlast (über 7 % oder über der zulässigen Kupplungslast) überlastet die Anhängerkupplung und drückt das Heck des Zugfahrzeugs runter.
- Beladung im Wohnwagen: Schwere Gegenstände (Wasser, Batterien, Vorräte) möglichst über der Achse verstauen – nicht im Heck, das erhöht das Schlingerrisiko zusätzlich.
- Zuladung des Zugfahrzeugs nicht vergessen: Die Stützlast zählt zur Zuladung des Zugfahrzeugs dazu! Wer die Zuladung knapp kalkuliert hat, sollte den Zuladungs-Rechner zusätzlich prüfen.
Häufige Fragen
Wie berechne ich, ob mein Gespann zulässig ist?
Drei Werte müssen stimmen: Das Wohnwagen-Gewicht darf die zulässige Anhängelast des Zugfahrzeugs (Feld O.1 im Fahrzeugschein) nicht überschreiten, die addierte Gesamtmasse beider Fahrzeuge darf die zulässige Gesamtmasse der Kombination nicht überschreiten, und die Stützlast muss innerhalb der zulässigen Kupplungslast liegen.
Was ist die Schlüsselzahl B96?
B96 ist eine Zusatzqualifikation für den normalen Führerschein Klasse B. Mit einer 90-minütigen praktischen Schulung darf die Gesamtmasse der Fahrzeugkombination von 3.500 kg auf bis zu 4.250 kg erhöht werden – ohne komplett neue Führerscheinklasse.
Wie viel Stützlast ist bei einem Wohnwagen normal?
Die Faustregel liegt bei 4 bis 7 Prozent des Wohnwagen-Gesamtgewichts, meist zwischen 50 und 100 kg. Zu wenig Stützlast destabilisiert das Gespann (Schlingerneigung), zu viel überlastet die Anhängerkupplung des Zugfahrzeugs.
Was passiert bei einem zu schweren Gespann?
Bei einer Kontrolle drohen Bußgeld, Punkte in Flensburg und im Unfallfall der Verlust des Versicherungsschutzes. Zusätzlich verschlechtert sich das Fahrverhalten spürbar – vor allem bei Seitenwind und beim Bremsen.