Wohnmobil Mieten oder Kaufen – Break-even Rechner
🔄 Mieten vs. Kaufen Rechner
Ab wie vielen Urlaubstagen pro Jahr lohnt sich ein eigenes Wohnmobil? Gib deine Zahlen ein und finde es heraus.
Dein Ergebnis
Weitere Rechner
Wohnmobil kaufen – laufende Kosten im Überblick
Neben dem Kaufpreis fallen beim eigenen Wohnmobil diese Fixkosten pro Jahr an:
- Versicherung (Haftpflicht + Vollkasko): 800–2.000 € je nach Fahrzeug und Einstufung
- KFZ-Steuer: 200–600 € je nach Gewicht und Schadstoffklasse
- Winterlager: 400–1.200 € für 6 Monate Abstellplatz
- Wartung & Reparaturen: Richtwert 1–2 % des Kaufpreises pro Jahr
- Wertverlust: 5–10 % p.a. in den ersten Jahren (bei guter Pflege weniger)
Gesamtfixkosten für ein 50.000 € Wohnmobil: ca. 5.000–8.000 € pro Jahr – ohne auch nur einen Kilometer zu fahren.
Wohnmobil mieten – was sollte man wissen?
Wer ein Wohnmobil mietet, hat keine Fixkosten – aber höhere variable Kosten:
- Mietpreise: 100–200 €/Tag in der Hauptsaison, 60–120 €/Tag in der Nebensaison
- Kaution: 500–3.000 € werden eingefroren (Kreditkarte)
- Kilometerpaket: Viele Anbieter begrenzen auf 150–200 km/Tag, Mehrkilometer kosten extra
- Versicherung: Oft mit hohem Selbstbehalt (500–2.000 €) – Zusatzversicherung empfehlenswert
Tipp: Vergleichsportale wie Campanda, Paul Camper oder Roadsurfer bieten oft bessere Konditionen als Mietstationen direkt am Airport.
Sharing-Plattformen: Wohnmobil zwischendurch vermieten
Eine wachsende Option, die in der klassischen Mieten-vs-Kaufen-Rechnung oft fehlt: das eigene Wohnmobil in nicht-genutzten Zeiten an Privatpersonen vermieten. Plattformen wie Paul Camper, Campanda oder SnappCar vermitteln seit Jahren erfolgreich.
- Mieteinnahmen: 80–180 €/Tag je nach Fahrzeugtyp und Saison
- Realistische Vermietungstage pro Jahr: 20–40 Tage (für gut gepflegte Fahrzeuge mit guten Bewertungen)
- Plattformgebühr: 15–25 % der Mieteinnahmen
- Reinigung & Vorbereitung: 60–120 € pro Vermietung
- Versicherung: spezielle Vermieter-Police nötig (meist über Plattform abgedeckt)
Konkrete Rechnung: Bei 25 Vermietungstagen à 120 € abzüglich 20 % Provision und 80 € Reinigung pro Vermietung = ca. 1.700 € Netto-Einnahmen pro Jahr. Das deckt locker Versicherung und KFZ-Steuer ab und kippt die Rechnung deutlich Richtung "Eigenes Wohnmobil lohnt sich".
Wichtig: Steuerlich werden die Einnahmen ab 2.500 € pro Jahr meist steuerpflichtig (Liebhabereiprüfung), bei nachhaltiger Vermietung sogar Umsatzsteuerpflicht. Vor dem Einstieg sollte man das mit einem Steuerberater prüfen, sonst gibt es im Folgejahr böse Überraschungen.
Versteckte Mietkosten – das übersehen die meisten
Mietangebote werden gerne mit dem reinen Tagespreis kommuniziert. Die echten Gesamtkosten liegen oft 30–50 % darüber:
- Endreinigung: 80–250 € pro Miete – nur selten im Tagespreis enthalten
- Bettwäsche und Handtücher: 25–60 € pauschal pro Miete
- Gasflaschen-Pauschale: 15–35 € (vorgefüllt – Restmenge bei Rückgabe nicht erstattet)
- Servicepaket Toilette: 25–50 € (Sanitärflüssigkeit, Toilettenpapier, Reinigung Kassette)
- Kilometer-Mehrpreis: über dem Inklusiv-Limit 0,30–0,60 € pro km – schnell 100–300 € extra bei längeren Touren
- Selbstbehalt-Reduzierung: 10–20 €/Tag, wenn man die volle Kaution nicht riskieren will
- Übernahme/Rückgabe außerhalb der Öffnungszeiten: 30–80 € Pauschale bei Verspätung
- Zusatzfahrer: 5–15 €/Tag pro weiterer Fahrer auf der Police
Bei einer 14-Tages-Miete eines Teilintegrierten zum beworbenen Tagespreis von 110 € wird die Endrechnung typischerweise bei 1.600–1.900 € liegen, statt der erwarteten 1.540 € (110 € × 14). Das ist beim Budgetvergleich mit "eigenes Wohnmobil" wichtig zu wissen.
Andere Optionen: Leasing, Mietkauf, Wohnmobil-Sharing
Zwischen "voll besitzen" und "klassisch mieten" gibt es Mischformen, die für bestimmte Konstellationen attraktiv sind:
- Privat-Leasing: Monatsraten 400–900 €, Laufzeit meist 36–60 Monate. Vorteil: planbare Kosten, neuer Wagen. Nachteil: Vertrag mit Kilometerlimit, keine Anpassung möglich, am Ende nichts in der Hand
- Mietkauf: Kombination aus Miete + späterem Kauf. Selten attraktiv – meist 15–25 % teurer als Direktkauf inklusive Finanzierung
- Wohnmobil-Sharing-Modell (z. B. Yescapa-Eigentümer-Pool): Mehrere Eigentümer teilen sich ein Fahrzeug. Reduziert Fixkosten um 60–80 %, dafür Verfügbarkeitsabsprachen nötig
- Reine Saison-Anmietung: Manche Anbieter vermieten ganze Sommer-Saisons (3 Monate) zum Pauschalpreis – etwa 50 % günstiger pro Tag als Wochenmiete
Faustregel: Wer noch nicht genau weiß, ob Wohnmobile zum eigenen Reisestil passen, sollte 2–3 Saisons mieten, bevor er kauft. Die Anschaffungsentscheidung trifft sich dann viel fundierter, und der Wertverlust eines Probefahrzeugs ist gespart.
Passender Ratgeber
Wenn der Rechner eher für Kaufen spricht, solltest du vor der Besichtigung systematisch prüfen. Dafür gibt es die große Checkliste für den Kauf eines gebrauchten Wohnmobils.
Häufige Fragen
Ab wann lohnt sich ein eigenes Wohnmobil?
Faustregel: Ab ca. 5–6 Wochen Nutzung pro Jahr lohnt sich ein eigenes Wohnmobil. Bei Mietkosten von 100–200 €/Tag und Jahreskosten von 3.000–6.000 € ist das der typische Break-even.
Was kostet ein Wohnmobil im Jahr an laufenden Kosten?
Laufende Jahreskosten: KFZ-Steuer (200–500 €), Versicherung (500–1.500 €), Stellplatz (600–1.800 €), Wartung und TÜV (500–1.000 €), Wertverlust (1.000–3.000 €). Gesamt ca. 3.000–8.000 € pro Jahr.
Was kostet es, ein Wohnmobil zu mieten?
Wohnmobil-Miete: Kastenwagen 80–120 €/Tag, Teilintegrierter 100–160 €/Tag, großer Integrierter 150–250 €/Tag. In der Hochsaison (Juli/August) sind die Preise am höchsten, frühzeitige Buchung spart oft 20–30%.
Welche Kosten fallen beim Kauf eines Gebrauchten an?
Neben dem Kaufpreis fallen an: TÜV-Hauptuntersuchung, ggf. Reparaturen, Ummeldung (50–100 €), neue Versicherung sowie Nachrüstung. Plane 10–15% des Kaufpreises für direkte Nebenkosten ein.